<h1>Die Mormonen - Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage</h1><h2>Mormonen <a href="http://www.kirche-jesu-christi.ch">Offizielle Website. Die Mormonen und Joseph Smith.</a> Mormonen sind Christen. Das Christentum und die Mormonen Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mormonen HLT oder auch mormonenhlt offizielle Website HLT. Die Kirche und Informationen der Mormonen</h2><p>Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage - HLT</p><p>Was sind eigentlich die Mormonen?</p><h3>Jesus Christus und Mormonen Informationen. Was und woran glauben die Mormonen ? Glauben die Mormonen an Jesus Christus ? </h3>Ein kostenloses Buch Mormon es ist ein weiterer Zeuge für Jesus Christus.<h4> <a href="http://www.die-tempel.de/temples/mormonen.html">Tempel der Mormonen Offizielle Website. Die Mormonen Tempel</a>Oft auch als die LDS Kirche oder HLT bezeichnet</h4><p>Die Heilige Schrift bibel und buch mormon</p><p>Ihr Browser kann keine Frames aufbauen. Aktivieren Sie diese Funktion.</p><h1>Glauben die Mormonen an Jesus ? Glauben die Mormonen an Christus ? Was glauben die Mormonen</h1>Woran glauben eigentlich die Mormonen.<p>Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Eine kurze Darstellung zum Glauben der Mormonen und dem Buch Mormon.Welchen Stellenwert nimmt die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage - Mormonen in der Gesellschaft ein ? Antworten auf oft gestellte Fragen zu den Mormonen. Das Buch Mormon ein weiterer Zeuge für Jesus Christus. Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage HLT Mormonen und christliche Glaubenslehren. Offizielle. HLT Mormonen Links. Die offiziellen Mormonen Infos. Eine Darstellung zu Glaubenslehren der Mormonen und dem Buch Mormon. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage - Mormonen in Schweiz. Antworten auf oft gestellte Fragen an die Mormonen. Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Mormonen HLT und Ihre christliche Glaubenslehren. Offizielle Mormonen Links Die Familie steht im Mittelpunkt des Plans, den Gott aufgestellt hat. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage - Mormonen glauben, dass die Familie den Rahmen unserer pers. Entwicklung bildet und in der Kirche Jesu Christi HLT Mormonen einen hohen Stellenwert besitzt. Dort herrscht Liebe, man hilft und belehrt einander und man lernt auch vom anderen. Man teilt Freud und Leid. Mormonen Bibel - Mormonen Buch. Die Nutzung des gesamten hier veröffentlichten Materials der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage - Mormonen einschließlich der Bilder, Texte, allgemeinen Informationen usw. unterliegt folgenden Bedingungen:(c)(Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Mormonen). Eine Darstellung zu Glaubenslehren der Mormonen und dem Buch Mormon. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage - Mormonen. Mormon war ein Prophet.</p><h3>LDS Kirche genannt, hat mit der Hilfe von Joseph Smith das Buch-Mormon hervorgebracht. Mormonen Bibel</h3><p>Manchmal als Mormonen kirche bezeichnet, betreibt Genealogie oder auch Ahnenforschung manchmal als Familienforschung bekannt. Das Buch Mormon ist eine Sammlung Heiliger Schriften. Wer ist nach Mormon, einem Propheten aus alter Zeit, benannt.</p>( hltmormonen )<h4> Als mormons mormonism manche bezeichnen sie als mormonenkirche als mormonismus bezeichnet.</h4><p> Das buch mormon und die bibel lds hlt kirche mormonen links</p><h5>Wie wichtig ist die Familienforschung in salt lake city</h5><h5>sowohl genealogie die hltmormonen joseph smith war ein prophet der neuzeitliche</h5><h5>siehe auch unter mormonen.de bekannt Links</h5>oder im engl. mormons Was sind Mormonen ? Genealogie nicht nur in salt lake city sowie Tempel - Joseph Smith<p>Die Familien sind wichtig.</p><p>Die Mission Jesu Christi.</p><h1>Die Mormonen.de Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mormonen</h1><p>Das Buch Mormon ist ein weiterer Zeuge von Jesus Christus.</p><h3>Glauben die Mormonen an Jesus Christus ? hltmormonen. Mit Hilfe von Joseph Smith wurde das Buch-Mormon hervorgebracht.</h3>Genealogie links oder auch Ahnenforschung links manchmal als Familienforschung bekannt.<p> Die bibel Buch Mormonen lds hlt kirche links</p><h5> die Mormonen Familienforschung in salt lake city sowohl genealogie die hltmormonen joseph smith war ein prophet der neuzeitliche</h5>propheten: die Mitglieder glauben an neuzeitliche offenbarungen<p> HLT </p>oder im engl. mormons. Genealogie nicht nur in salt lake city sowie Die Tempel Joseph Smith hat Offenbarungen erhalten.<p>Familien sind wichtig.</p><p>Die Mission Jesu Christi. Jesus Christus nach seiner Auferstehung den Menschen in Amerika erschien. </p><p>Ihr Browser versteht keine Frames ? Aktivieren Sie diese Funktion oder daten Sie Ihren Browser up Diese Seite richtet sich an Interessierte, die mehr Informationen zur Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erhalten wollen. Wir laden Sie daher herzlich ein, sich von </p>
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Bericht über die Multi-Pfahlkonferenz am 21. Februar 2010

Elder Teixeira: Das Werk der Errettung bringt Freude

Der erste Sprecher der Multi-Pfahlkonferenz am Sonntag, den 21. Februar 2010, in Berlin war Elder José A. Teixeira, Zweiter Ratgeber in der Gebietspräsidentschaft. Gleich zu Beginn legte er Zeugnis davon ab, welch große Freude wir verspüren könnten, wenn wir in dem herrlichen Erlösungswerk handelten und etwas täten. Immer wenn wir jemandem Hilfe erwiesen, erweitere sich der Blick auf unser eigenes Leben. Wir würden stark und verständnisvoll und fänden für unsere Probleme Lösungen, die wir auf keine andere Weise bekommen oder finden könnten. Durch Kleines und Einfaches käme Großes zustande, zum Beispiel, wenn wir ein Mitglied zu Hause besuchten, um aufrichtige Anteilnahme zu zeigen, oder wenn wir es aufforderten und ihm hülfen, wieder ganz in die Gemeinschaft der Heiligen zurückzukehren; wenn wir mit einem Freund über das Evangelium sprechen, einem Bekannten ein Informationskärtchen mitgeben, die Missionare begleiten oder für jemanden beten würden, der verzweifelt ist ? Gesten wie diese seine ein Ausdruck christlicher Liebe, die sowohl denjenigen erfreuten, der sie empfingen, als auch denjenigen, der sie gewährten. "Wenn ihr nicht Nächstenliebe habt, seid ihr nichts [...] Nächstenliebe ist die reine Christusliebe, und sie dauert für immer fort; und bei wem am letzten Tag gefunden wird, dass er sie besitzt, mit dem wird es wohl sein.", zitierte Elder Teixiera Moroni 7:46-47.

Der Tag sei gekommen, da die Kirche in diesem Teil unseres Gebiets wieder wachsen könne. Wachstum sei ein Geschenk an künftige Generationen, ein Segen für unsere Kinder und Enkelkinder, erklärte Elder Teixeira. Er sei sich sicher, dass dieses Geschenk, nach wir so sehr verlangten, nicht zu haben sei, wenn man nicht entsprechend handele und all das Kleine und Einfache tue, was bei den Mitmenschen eine Veränderung herbeiführe. Elder Teixeira verglich diese kleinen Taten mit einem Bumerang, den man auf einem Feld in die Luft werfe. Man müsse den Bumerang auf Augenhöhe loslassen und hoch über den Boden zielen. Man ziele auf die Baumwipfel am Feldrand, werfe den Bumerang mit der Rechten in den Wind, ließe ihn dann einen vollen Bogen beschreiben. Dann käme dieser mit äußerster Präzision und Genauigkeit zur Linken zurück. Der einzige Unterschied bestünde in der Dynamik: Wenn wir etwas für andere täten, bekämen wir mehr zurück, als wir gegeben hätten.

Elder Teixeira machte den Anwesenden vier Vorschläge für Einfaches, was jeder tun und wonach er handeln könne:

  1. Einem Freund die Geschichte von der ersten Vision erzählen.
  2. Jede Woche ein Informationskärtchen ausgeben.
  3. Einen Bekannten besuchen, der wieder zurückkommen muss.
  4. Ein Nichtmitglied am Sonntag in die Kirche einladen.

Einem Freund die Geschichte von der ersten Vision erzählen: Wenn man nicht sicher sei, wie man anfangen solle, über das Evangelium zu sprechen, könne man die Geschichte von der Wiederherstellung erzählen. Die Botschaft von der Wiederherstellung sei machtvoll. Der Geist werde von diesem Ereignis stets Zeugnis ablegen.

Jede Woche ein Informationskärtchen ausgeben: Elder Dallin H. Oaks vom Kollegium der Zwölf Apostel habe den Zweck dieser Karten beschrieben, indem er sie einfache, persönliche und ungezwungene Einladungen, das Evangelium zu hören, nannte. Die Informationskärtchen passten in jede Hosentasche. Auf der Vorderseite sei ein Bild abgedruckt, auf der Rückseite eine Telefonnummer, das Logo der Kirche und das Angebot, gratis ein Video oder Buch zu bestellen. Über ein Drittel der Anrufer seien damit einverstanden, dass Missionare ein kostenloses Exemplar vorbeibrächten und eine Botschaft vorstellten.

Einen Bekannten besuchen, der wieder zurückkommen muss: "Es gibt in der Kirche Zehntausende ..., die durch solche Anstrengungen, durch unausgesprochene Liebe ... wieder aktiv werden können." (Präsident Gordon B. Hinckley, "Worum es bei diesem Werk wirklich geht", Liahona, August 2002, Seite 7.), zitierte Elder Teixeira Präsident Gordon B. Hinckley. Auch führte er die Worte von Präsident Thomas S. Monson an: "Die Nöte anderer Menschen sind allgegenwärtig, und jeder von uns kann etwas tun, um einem anderen zu helfen." (Präsident Thomas S. Monson, "Was habe ich heute für einen anderen getan?", Liahona, November 2009, Seite 84-87.)

Ein Nichtmitglied am Sonntag in die Kirche einladen: "Wer zur Kirche geht, um seinen Mitmenschen etwas zu geben und um dem Herrn zu dienen, wird selten enttäuscht werden." (Elder Dallin H. Oaks, "Wie das Evangelium wirkt", Liahona, Juli 2002, Seite 36-39; Hervorhebung geändert.), gab Elder Teixeira Elder Dallin H. Oaks im Wortlaut wieder. Aus dem Buch Mormon zitierte er: "Durch Kleines und Einfaches wird Großes zustande gebracht; und kleine Mittel beschämen in vielen Fällen die Weisen." (Alma 37:6.)

Präsident Thomas S. Monson habe bei der letzten Generalkonferenz gesagt: "Wir verbringen viel zu oft den größten Teil unserer Zeit damit, uns um etwas zu kümmern, was im großen Plan des Lebens eigentlich nicht von Belang ist, und vernachlässigen dabei das Wichtigere." (Liahona, November 2009, Seite 84-87.)

Wenn wir bereit seien, all dieses Kleine und Einfache zu tun, würden wir Freude finden und anderen ermöglichen, sie ebenfalls zu finden, erklärte Elder Teixeira abschließend.

Schwester Thompson: Das Abbild Gottes in unserem Gesichtsausdruck

Schwester Barbara Thompson, Zweite Ratgeberin in der FHV-Präsidentschaft, brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck seit über 30 Jahren erstmals wieder in Berlin zu sein. Damals habe Berlin zum großen Gebiet der Mission Hamburg gehört, in der sie als Missionarin gedient habe. Sie selbst habe in Kiel, Hamburg und Braunschweig gedient. Die Mission in Deutschland gehöre mit zum Schönsten, was sie je erlebt habe. Sie habe schon zu Beginn ihrer Mission ein Zeugnis vom Evangelium gehabt, aber hier, in diesem Land, habe sie es erst richtig verinnerlicht. Hier habe sie ihr Zeugnis von der Wahrheit des Evangeliums Jesu Christi gefestigt. Hier habe sie gelernt, welch ein Segen es sei, wenn man diene. Hier habe sie die heiligen Schriften wirklich ins Herz geschlossen. Hier habe sie die Deutschen wirklich lieb gewonnen. Sie sei den Menschen in Deutschland dankbar, da diese für sie ein großer Segen gewesen seien. Sie hätte auch eine liebe Mitarbeiterin aus der Schweiz gehabt. Es habe in ihrer Mission eine ganze Reihe Missionare aus Österreich und der Schweiz gegeben. Durch sie habe sie all die schönen deutschsprachigen Länder und ihre Menschen lieb gewonnen. Diese würden ihr immer sehr am Herzen liegen.

Schwester Thompson wandte sich einer Schriftstelle in Alma, Kapitel 5, zu. Alma habe sich um die Mitglieder der Kirche Sorgen gemacht. Etliche seien in Schlechtigkeit verfallen. Er habe beschlossen, durchs ganze Land zu ziehen und den Menschen in den Städten und Dörfern zu predigen, sie zur Umkehr aufzurufen und sie an die Bündnisse zu erinnern, die sie mit Gott geschlossen hatten. Sie zitierte Vers 14: "Und nun siehe, ich frage euch, meine Brüder in der Kirche: Seid ihr geistig aus Gott geboren? Habt ihr sein Abbild in euren Gesichtsausdruck aufgenommen? Habt ihr diese mächtige Wandlung in eurem Herzen erlebt?" Dann habe Alma eine weitere Frage gestellt: "Übt ihr Glauben aus an die Erlösung durch ihn, der euch erschaffen hat? [...] Könnt ihr [...] mit lauterem Herzen und reinen Händen zu Gott aufschauen? [...] Seid ihr so gewandelt, dass ihr euch vor Gott untadelig gehalten habt? [...] [Seid ihr] genug demütig gewesen? [...] Habt ihr den Stolz abgelegt?" (Alma 5:14-29)

Wenn wir unsere Bündnisse hielten und uns bemühten, Gott treu zu sein, könnten uns die Menschen ansehen, dass wir gut sind und uns Mühe geben, wie der Erlöser zu sein. Wenn wir Glauben ausübten, die Gebote hielten, ein lauteres Herz und reine Hände hätten, demütig würden und den Stolz ablegten, könne das Abbild Gottes in unserem Gesichtsausdruck zum Vorschein kommen. Dann würden wir uns von den Menschen in der Welt abheben.

Während ihrer Mission in Deutschland habe sie eines Tages den Eindruck gehabt, ihre Mitarbeiterin und sie sollten mit dem Fahrrad in ein kleines Dorf fahren, das ein gutes Stück entfernt lag, und dort eine Familie besuchen, die sie gebeten habee, nach ihrem Urlaub wiederzukommen. Ihre Mitarbeiterin habe erst anrufen wollen, um herauszufinden, ob sie zu Hause seien, aber sie habe darauf bestanden, einfach loszufahren. Die Missionarinnen seien also den ganzen Weg zu diesem Dorf geradelt, hätten ihre Fahrräder abgestellt und seien zur Haustür gegangen. Wir hätten angeklopft und gewartet. Niemand habe geantwortet, auch nicht nach mehrmaligem Klopfen. Es sei wohl niemand zu Hause gewesen. Da habe sie begonnen, an ihrer Eingebung zu zweifeln. Habe sie vielleicht nur so lange fahren wollen, um nicht von Tür zu Tür gehen zu müssen? Ihr sei gar nicht wohl gewesen. Ihre Mitarbeiterin sei so nett gewesen, nichts davon zu erwähnen, dass sie vorher hätten anrufen sollen. Sie seien zu ihren Rädern zurückgegangen und hätten überlegt, was sie als nächstes tun sollten und wie sie dem Herrn in dieser Gegend dienen konnten, wo sie nun schon einmal da waren. Als sie bei den Fahrrädern ankamen, sei ihnen ein Mann entgegen. Er sei aus dem Libanon gewesen und habe Englisch gesprochen. Er sei bei seiner Tochter zu Besuch gewesen, die mit einem Deutschen verheiratet war und in diesem kleinen Dorf lebte, und habe gerade einen Spaziergang gemacht. Er habe gesagt, er hätte sie beobachtet und bemerkt, wie ihre Augen leuchteten. Deshalb habe er wissen wollen, wer sei seien und was sie hier machten. Sie hätten ihm erklärt, dass sie Missionarinnen seien und hier in Deutschland dem Herrn dienten. Er sei an unserer Botschaft sehr interessiert gewesen. Sie hätten sich uns noch eine Weile auf der Straße mit ihm unterhalten und ihm von der Wiederherstellung und vom Buch Mormon erzählt. Er habe ihnen erzählt, dass er am nächsten Tag geschäftlich in die Vereinigten Staaten fliege. Die nächsten paar Wochen sei er in San Francisco. Sie hätten ihm eine englische Broschüre über Joseph Smith und die Wiederherstellung des Evangeliums gegeben. Wie es der Zufall gewollt habe, stand auf der Rückseite der Broschüre eine Adresse in San Francisco, wo die Kirche zu finden war. Er habe gemeint, er wolle dort gern einmal hin. Schwester Thompson glaubte, der einzige Grund, warum dieser stehengeblieben sei und mit uns gesprochen hätte, sei ihr Gesichtsausdruck gewesen. Ihm sei aufgefallen, dass sie irgendwie anders waren, weil sie bestrebt gewesen seien, das Evangelium zu leben und Seelen zu Christus zu bringen. Sie wisse nicht, ob dieser Mann sich jemals der Kirche angeschlossen habe, sei aber fest davon überzeugt, dass er deshalb Interesse hatte und mehr wissen wollte, weil er ihnen angesehen habe, dass sie bemüht waren, rechtschaffen zu leben.

Laut Schwester Thompson heben unsere Lebensweise und unser Gesichtsausdruck uns derart ab, dass es den Menschen auffällt. Ein nettes, fröhliches Gesicht mit leuchtenden Augen mache uns und die Kirche für Menschen anziehend. Präsident Spencer W. Kimball habe einmal zu den Frauen der Kirche gesagt: "Ein Großteil des immensen Wachstums der Kirche in den Letzten Tagen wird daher rühren, dass viele der guten Frauen der Welt (die ja im Innersten oftmals sehr empfänglich für Geistiges sind) sich in großer Zahl zur Kirche hingezogen fühlen werden. Das wird in dem Maße geschehen, wie die Frauen der Kirche Rechtschaffenheit und Klarheit ausstrahlen, und in dem Maße, wie wahrgenommen wird, dass sie sich - in positiver Hinsicht - von den Frauen der Welt abheben." (Spencer W. Kimball, "The Role of Righteous Women", Ensign, November 1979, Seite 102) Schwester Thompson erklärte, Präsident Kimball meine wohl damit, dass wir ein Werkzeug in den Händen des Herrn sein und Seelen zu Christus bringen könnten, wenn sich das Gute am Evangelium in unserem Leben widerspiegele. Das fiele den Menschen auf. Wir müssten glücklich sein, wir müssten auch in schlechten Zeiten lächeln, wir müssten so einen inneren Frieden und so eine innere Ruhe ausstrahlen, dass die Menschen sich zu uns und zur Kirche hingezogen fühlten. Die Menschen suchten einen Ort, wo sie Frieden finden könnten.

Schwester Thompson bezog sich auf den Apostel Paulus, der den Philippern geschrieben habe, dass der Friede sich einstelle, wenn man Herz und Sinn beständig auf Christus ausrichte. Dann habe dieser den Mitgliedern etwas nahegelegt, was uns auch aus dem 13. Glaubensartikel bekannt sei: "Was immer wahrhaft, edel, recht, was lauter, liebenswert, ansprechend ist, was Tugend heißt und lobenswert ist, darauf seid bedacht!" (Philipper 4:6-8)
Wenn wir uns daran hielten, würden wir den Frieden Gottes empfinden, "der alles Verstehen übersteigt" (Philipper 4:7).

Präsident James E. Faust habe einmal erzählte, was er vor über 20 Jahren erlebt habe, als die Kirche in Jerusalem etwas Land für die Errichtung des Studienzentrums der Brigham-Young-Universität habe pachten wollen. Er habe sagte, dass die Kirche und die Universität versichern hätten müssen, dass man in Israel nicht missionieren werde. Die Kirche habe dies versichert  und sich daran gehalten. Nachdem der Vertrag unterzeichnet gewesen sei, habe einer ihrer Freunde gesagt, man wisse wohl, dass die Kirche nicht missionieren werde, was aber wolle man denn gegen das Leuchten in ihren Augen unternehmen?? Er habe sich auf die Studenten bezogen, die in Israel studierten." (James E. Faust, "Das Leuchten in ihren Augen", Liahona, November 2005, Seite 20)

Das Licht, das dieser Mann in den Gesichtern der jungen Mitglieder der Kirche gesehen habe, sei selbstverständlich das Licht gewesen, das vom Erlöser ausgehe. In der Schrift heiße es: "Ich [bin] das wahre Licht [?], das jedem Menschen leuchtet, der in die Welt kommt." (Lehre und Bündnisse 93:2) und "So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen." (Matthäus 5:16)

Abschließend wies Schwester Thompson die Anwesenden darauf hin, wie sehr sie jemanden im täglichen Leben zum Guten beeinflussen könnten, wenn Sie Gottes Gebote hielten und sich anstrengten, ein gutes Leben zu führen. Man werde das Glück, die Freude und den Frieden ihrem Gesicht ansehen, und das Abbild Gottes werde den guten Menschen überall auffallen.

Elder Kopischke: Die Verheißungen werden sich erfüllen

Elder Kopischke bedankte sich bei Schwester Thompson dafür, ihre Ansprache auf Deutsch gehalten zu haben. Von dieser Konferenz gehe eine gewaltige Ausstrahlung ins Land hinaus, erklärte Elder Kopischke. Präsident Uchtdorf habe es gestern als die Dämmerung eines neuen Tages bezeichnet, und das sei auch das Gefühl, das er während aller Versammlungen empfinde.

In den Anfangstagen der Kirche habe der Herr durch den Propheten Joseph Smith eine bemerkenswerte Verheißung im Hinblick auf die Verkündigung des Evangeliums in aller Welt gemacht, die heute noch so genauso gültig sei wie im Jahre 1831: "Denn wahrlich, die Stimme des Herrn ergeht an alle Menschen, und es gibt keinen, der entrinnt; und es gibt kein Auge, das nicht sehen wird, auch kein Ohr, das nicht hören wird, auch kein Herz, das nicht durchdrungen werden wird. ... Und die Stimme der Warnung wird an alles Volk ergehen, durch den Mund meiner Jünger, die ich in diesen letzten Tagen erwählt habe. Und sie werden ausgehen, und keiner wird sie aufhalten, denn ich, der Herr, habe ihnen geboten. Siehe, dies ist meine Vollmacht und die Vollmacht an meine Knechte." (Lehre und Bündnisse 1:2-6.) Diese Schriftstelle beschäftige ihn schon seit vielen Jahren. Die Verkündigung des Evangeliums sei im deutschen Sprachraum noch nie so ganz einfach. Von Anfang an seien die Missionare auf heftige Widerstände gestoßen. Vor eineinhalb Jahrhunderten habe es verheißungsvolle Anfänge in der Schweiz gegeben, und nach dem Ersten Weltkrieg habe sich das Evangelium in Deutschland kräftig ausgebreitet. Doch der Ruf nach Zion, wirtschaftliche Umstände und der Zweite Weltkrieg mit all seinen Folgen hätten die meisten deutschsprachigen Mitglieder dieser Zeit ins Salzseetal auswandern lassen. Ganze Landstriche und Gemeinden hätten ihre Mitglieder verloren. Und so sei die Kirche hier, obwohl schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts vorhanden, immer noch relativ schwach, wenn es um die Zahl der Mitglieder gehe.

Die Verkündigung des Evangeliums sei nichts anderes als ein anderer Ausdruck für die Sammlung Israels zur Vorbereitung des Zweiten Kommens Jesu Christi. Joseph Smith habe einmal gesagt: "England, Deutschland, Norwegen, Dänemark, die Schweiz, Holland und Belgien haben in ihrer Bevölkerung eine erhebliche Menge vom Blut Israels, das heraus gesammelt werden muss." (Tagebuch von John J. Roberts, Utah) Neuzeitliche Apostel und Propheten hätten diesen Gedanken oft wiederholt und uns ermuntert, an die Verheißungen für unsere Länder zu glauben ? und darauf zu hoffen, dass sich Zehntausende der Kirche anschließen werden ? und dafür zu beten und zu arbeiten, dass wir, die heutigen Mitglieder, das Mittel sein werden, diese großartige Sammlung zustande zu bringen.
Was müsse nun eigentlich geschehen, damit diese Vision von einer zahlenmäßig starken Kirche mitten im Herzen Europas Wirklichkeit werde? Die erste und vielleicht wichtigste Veränderung muss laut Elder Kopischke in uns selbst stattfinden. Niemand bezweifle, dass diese Verheißungen durch den Geist Gottes ausgesprochen worden seien. Viele der Konferenzteilnehmer seien persönlich anwesend gewesen und hätten mit eigenen Augen gesehen, mit eigenen Ohren gehört und mit dem Herzen gefühlt. Er selbst sei bei mehr als einer dieser Konferenzen anwesend gewesen. Die geistigen Eindrücke  dieser Konferenzen hätten sich unauslöschlich in sein Herz gebrannt und sein Leben verändert. Einige seiner Träume und tiefsten Herzenswünsche seien unmittelbar mit den Verheißungen, die den deutschsprachigen Ländern gemacht wurden, verbunden.
 
Vor zehn Jahren habe er die Gelegenheit gehabt, ein Religionsinstitut in Utah zu besuchen. Dort habe es viele tausend eingetragene Studenten gegeben. Während einer Feierstunde habe der Studentenchor gesungen. Dieser Chor alleine habe mehr Mitglieder als das größte Religionsinstitut in Europa gehabt. Er könne sich noch ganz genau an das überwältigende Gefühl erinnern, dass ihm gesagt habe, das werde er in Deutschland auch erleben. Seinen Missionaren habe er als Missionspräsident in Berlin oft gesagt, dass er, wenn er das Rentenalter erreicht habe, zu Fuß zur Kirche gehen werde, und zwar in Deutschland und nicht in Utah.

Elder Kopischke fragt, wie unser Glauben an die Verheißungen, die gemacht wurden, und unser Zeugnis davon unerschütterlich werden könnten. Es müsse eine innere Bekehrung eintreten. Im Buch Mormon könne man von den zweitausend Söhnen Helamans lesen, die in ihrer Zeit schier Unmögliches vollbracht haben hätten, das Folgende: "Sie [stehen] fest in der Freiheit, womit Gott sie frei gemacht hat; und sie nehmen es sehr genau damit, sich Tag für Tag des Herrn, ihres Gottes, zu erinnern; ja, sie sind darauf bedacht, seine Satzungen und seine Richtersprüche und seine Gebote beständig zu halten; und ihr Glaube an die Prophezeiungen in Bezug auf das, was kommen wird, ist stark." (Alma 58:40.) Tiefe innere Bekehrung und ein unerschütterliches Zeugnis von der Wahrheit und die eigene, sehr persönliche Erfahrung mit dem Sühnopfer Jesu Christi würden uns fest stehen lassen in der Freiheit, die Gott uns durch den Plan des Glücklichseins gegeben hat, erläuterte Elder Kopischke. Der Grad dieser inneren Bekehrung beeinflusse unseren Glauben an die Prophezeiungen und auch unseren Wunsch, selbst Teil davon zu sein.
 
Präsident Henry B. Eyring versichere uns, was dann geschehen werde: "Ihre Würdigkeit und Ihr Wunsch wird aus Ihrem Gesicht und aus Ihren Augen leuchten. Sie werden von der Kirche des Herrn und seinem Werk begeistert sein, und das wird man sehen. Sie werden rund um die Uhr und in jeder Lebenslage sein Jünger sein. [...] Über das zu sprechen, woran Sie glauben, wird einfach ein Teil von Ihnen sein." ("Kind und Jünger sein", Liahona, Mai 2003, Seite 31.)
Unsere innere Bekehrung und der aufrichtige Wunsch, der daraus entstehe, unseren Teil zur Errichtung Zions beizutragen, werde nicht nur unser Zeugnis und unser Handeln, sondern auch unsere Gebete beeinflussen. Präsident Gordon B. Hinckley habe vorausgesehen, was dann geschehen werde: "Es wird ein herrlicher Tag sein, wenn unsere Mitglieder nicht nur für die Missionare überall in der Welt beten, sondern auch den Herrn um Beistand bitten, dass sie den Missionaren [...] in ihrer Gemeinde [...] helfen können." ("Der Missionsdienst", Erste weltweite Führerschaftsschulung, 11. Januar 2003, Seite 22f.)

An kaum einer anderen Stelle der Schrift werd für ihn der Zusammenhang zwischen tiefer, innerer Bekehrung und der Sehnsucht, die daraus entspringe, und dem Wunsch, Zion aufzurichten, klarer als in der Bekehrungsgeschichte von Alma: "Ja, mir war, als sähe ich, so wie auch unser Vater Lehi es sah, Gott auf seinem Thron sitzen, umgeben von zahllosen Scharen von Engeln, in der Haltung des Singens und Lobpreisens für ihren Gott; ja, und meine Seele sehnte sich danach, dort zu sein [?] und [ich] tat dem Volke kund, dass ich aus Gott geboren war. Ja, und von der Zeit an bis jetzt habe ich mich ohne Unterlass bemüht, dass ich Seelen zur Umkehr bringe, dass ich sie dahin bringe, von der übergroßen Freude zu kosten, von der ich gekostet habe, damit auch sie aus Gott geboren und vom Heiligen Geist erfüllt würden." (Alma 36:22-24.) Diese tiefe Wandlung, verbunden mit der persönlichen Sehnsucht, ein Jünger Christi zu werden und in die Gegenwart Gottes zurückzukehren, und dem Wunsch, dort nicht alleine zu sein, sei das Treibmittel für jede Art von Missionsarbeit. Erneut zitierte er Präsident Eyring: "Heute weiß ich aber, dass sich das große Wunder, die große Veränderung, in den Mitgliedern abspielt und nicht in ihrer Umgebung. ... Sie werden Menschen begegnen, die der Herr vorbereitet hat. Sie werden Dinge spüren und sagen, die über bisher Erlebtes hinausgehen. ("Kind und Jünger sein", Seite 32.)

Würden wir uns Tag für Tag dem Gebet und dem Studium der Schrift hingeben und Woche für Woche unsere Bündnisse erneuern und uns in diesem Geist anderen zuwenden, die Hand nach ihnen ausstrecken, um ihnen zu dienen, würde die Flamme des Evangeliums unauslöschlich in uns brennen, und wir würden andere anstecken, sagte Elder Kopischke. Diese persönliche Veränderung werde ein wesentlicher Grund dafür sein, dass die Verheißungen, die uns gemacht wurden, in Erfüllung gehen würden.

Es gebe aber noch einen zweiten Grundsatz, den wir in diesem Zusammenhang unbedingt verstehen und akzeptieren müssten. Wir seien eingeladen, unseren Glauben daran zu entwickeln, dass nicht wir, sondern der Herr Menschen vorbereite, das wiederhergestellte Evangelium zu empfangen. Er werde diese Menschen zu uns führen oder uns zu ihnen. Wir könnten die Kirche Jesu Christi aufbauen, indem wir die Menschen fänden, die bereit seien, unsere Botschaft zu empfangen. Solche Menschen würden erkennen, dass wir Diener des Herrn seien, und sie seien bereit, nach unserem Zeugnis auch zu handeln. Vielen von ihnen sei "die Wahrheit nur deshalb vorenthalten... weil sie nicht wissen, wo sie zu finden ist" (Lehre und Bündnisse 132:13, siehe Anleitung Verkündet mein Evangelium!, Seite 181,182). Dieser Gedanke sei für mich sehr tröstlich, meinte Elder Kopischke. Er nehme ihm jegliches Schuldgefühl, was die Frage betrifft, ob und wie andere meine Einladung, das Evangelium zu hören, annehmen würden. Manchmal stehe unsere Angst, zurückgewiesen zu werden oder andere zu beleidigen, wie ein unüberwindliches Hindernis vor uns. Die Tatsache, dass wir lediglich den Auftrag hätten, durch unser Zeugnis andere so anzurühren, dass sie eine Entscheidung treffen können, könne uns sehr helfen, mit unseren Ängsten fertig zu werden.

Alma habe den Menschen in der Stadt Ammoniha zugerufen: "Jetzt ist die Zeit, umzukehren, denn der Tag der Errettung kommt nahe herbei; ja, und die Stimme des Herrn verkündet es durch den Mund der Engel allen Nationen ... Denn siehe, Engel verkünden sie zu dieser Zeit vielen in unserem Land, und dies zu dem Zweck, dass den Menschenkindern das Herz bereitgemacht werde, sein Wort zu der Zeit zu empfangen, wenn er in seiner Herrlichkeit kommt." (Alma 13:21-24.) Moroni habe dieses Prinzip bestätigt: "Und nun, meine geliebten Brüder, wenn dem so ist, dass dies alles wahr ist, was ich zu euch geredet habe, und Gott wird euch mit Macht und großer Herrlichkeit am letzten Tag zeigen, dass es wahr ist, und wenn es wahr ist, hat dann der Tag der Wundertaten aufgehört? Oder haben Engel aufgehört, den Menschenkindern zu erscheinen? Oder hat er ihnen die Macht des Heiligen Geistes vorenthalten? Oder wird er es, solange die Zeit noch andauert oder die Erde noch steht oder es auf deren Antlitz noch einen Menschen gibt, der errettet werden soll? Siehe, ich sage euch: Nein;" (Moroni 7:33-37; Hervorhebung hinzugefügt.) Paulus habe machtvoll Zeugnis abgelegt und klargestellt, "dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt, [?] die nach seinem ewigen Plan berufen sind; denn alle, die er im Voraus erkannt hat, hat er auch im Voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei. Die aber, die er vorausbestimmt hat, hat er auch berufen, und die er berufen hat, hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht." (Römer 8:28-30; Hervorhebung hinzugefügt.)

Aus neuzeitlicher Offenbarung wüssten wir, dass die Vorausbestimmung durch Gott eine Vorherordinierung sei. Es würden diejenigen Menschen das Evangelium annehmen, die schon im Vorherdasein auf Christus gehofft und fest auf ihn vertraut hätten (siehe Epheser 1:12). Diese Menschen würden die Stimme des Hirten vernehmen, wenn sie klar und deutlich angesprochen werde. Christus sage: "Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen." (Johannes 10:27,28.) Von dieser Aussage des Erretters legte Elder Kopischke Zeugnis ab. Jedes Mal, wenn jemand zum Evangelium Jesu Christi komme, wiederhole sich dieses Wunder. Die unsichtbare und die sichtbare Welt träfen aufeinander, damit eine Einladung an einen Sohn oder eine Tochter Gottes, das ewige Licht des Evangeliums anzunehmen, ausgesprochen werde. Elder Kopischke ermunterte die Anwesenden, an ihre eigene Bekehrungsgeschichte oder die ihrer Familie zu denken. Er selbst sei hier, weil 1942, inmitten des Zweiten Weltkriegs, der zehnjährige Otto Dreger in Stettin seinen Vater eingeladen habe, mit ihm zur Kirche zu gehen. Sein Vater selbst sei gerade erst zehn Jahre alt gewesen und habe dort in der Kirche etwas verspürt, was ihn sein Leben lang nie mehr losgelassen habe. Es habe ihn, seine ganze Familie und seine Nachkommenschaft auf den Pfad des Evangeliums geführt. Es sei und bleibe ein Wunder.

Diese Wunder könnten auch unter widrigen Umständen, wenn eine Seele vorbereitet sei und eine Einladung ausgesprochen werde. Im Jahre 1855, als in Deutschland das Verkündigen des Evangeliums noch per Gesetz streng verboten gewesen sei, habe ein Gelehrter namens Moritz Busch ein Buch mit dem Titel "Die Mormonen" geschrieben, um das deutsche Volk über die naive und lächerliche Bewegung der Mormonen in Amerika aufzuklären. Zynisch habe er die Praktiken und die Lehren der Mormonen beschrieben. Er habe sich über die Lehren der Kirche und die Naivität der Mitglieder lustig gemacht, die unter anderem daran glaubten, eine Universität in der Wüste aufbauen zu können. Doch gerade diese Mischung aus Spott und Verachtung einerseits und der journalistische Respekt vor den Fakten andererseits hätten in Dresden die Aufmerksamkeit eines anderen jungen Gelehrten erregt. Sein Name: Karl Mäser. Durch das Lesen dieser Hetzschrift sei sein Interesse angeregt und der unwiderstehliche Wunsch geweckt worden, mehr über die Kirche zu erfahren. Am 14. Oktober 1855 sei er in der Elbe bei Radebeul getauft worden, und zwar von Missionaren, die er mühsam angefordert habe und die aus England unter der ständigen Gefahr, ins Gefängnis zu wandern, angereist seien. Sie hätten kaum Deutsch gesprochen und er kein Englisch und doch seien er und einige Angehörige seiner Familie bekehrt worden. Karl Mäser sei später nach Utah ausgewandert und er sei der Gründervater der Brigham-Young-Universität geworden ? mitten in der Wüste.
 
Alle Anwesenden lud Elder Kopischke ein, ihr Herz erneut zu weihen, ihre eigene Bekehrung zu vertiefen und ihre Bündnisse zu erneuern. Er wünsche, dass sie bewusst den Glauben daran entwickeln und dafür beten würden, dass der Herr in den deutschsprachigen Ländern Menschen für das Evangelium vorbereite, so wie wir oder unsere Familien vorbereitet gewesen wären. Er bete, dass sie den Mut hätten, Zeugnis zu geben und andere einzuladen. Wir könnten voller Zuversicht in die Zukunft blicken und auf die uns gemachten Verheißungen vertrauen. Seine Zuhörer rief Elder Kopischke auf, den Wunsch zu entwickeln, Teil dieser Verheißungen zu sein und sich die Frage, was sie selbst dazu beitragen könnten.
Sie sollten mit aller Kraft an der Erfüllung dieser Vision beten und arbeiten und im Glauben und ohne Furcht voranschreiten, indem wir die Hand nach jemandem ausstrecken und ihn einladen.

Joseph Smith habe in dem berühmten Wentworth-Brief vom Jahr 1842 die folgenden Zeilen geschrieben: "Die Verfolgungen konnten die Ausbreitung der Wahrheit nicht verhindern, im Gegenteil, sie haben sie noch beschleunigt. Die Ältesten dieser Kirche sind stolz auf die Sache, für die sie eintreten. Unsere Missionare gehen in viele Länder aus. Das Banner der Wahrheit ist in Deutschland, Palästina, Neuholland, Australien, Ostindien und an anderen Orten errichtet; und keine unheilige Hand kann den Fortschritt des Werkes aufhalten, möge auch Verfolgung rasen und der Pöbel sich zusammenrotten, mögen Heere sich vereinen und Verleumdungen erhoben werden ? Gottes Wahrheit wird voranschreiten, kühn, edel und unabhängig, bis sie jeden Kontinent durchdrungen, jede Zone erreicht, jedes Land überflutet und jedes Ohr erfüllt hat, bis die Absichten Gottes verwirklicht worden sind und der große Jehova sagen wird: Es ist vollbracht." (Wentworth-Brief, 1842.)

Abschließend legte Elder Kopischke Zeugnis davon ab, dass diejenigen, die vorbereitet seien, diese Kirche finden würden, wenn die Mitglieder ihr Licht furchtlos leuchten ließen. Zion werde in Europa erblühen wie eine Rose. Viele Tausende würden sich angezogen fühlen und zu Christus kommen, dorthin, wo ihre Seele Ruhe und die Familie Sicherheit finden könnten. Wir würden dann nicht nur von diesem Zustand träumen, sondern selbst ein Teil dieses Traumes sein und uns an dessen Verwirklichung erfreuen.

Schwester Uchtdorf: Dem Erretter dankbar sein

Schwester Harriet Uchtdorf, Ehefrau von Präsident Uchtdorf, erwähnte eingangs, sie werde oft gefragt, wie es sei, sich plötzlich als die Ehefrau eines Apostels des Herrn wiederzufinden und damit seinen Lebensmittelpunkt nach Amerika zu verlegen. Manchmal sei sie versucht zu sagen, es sei ein Traum, denn es sei nur im Traum zu ertragen.

Nach diesem scherzhaften Kommentar erzählte sie eine kurze Geschichte, um das damit verbundene Gefühl zu illustrieren. Die Anwesenden sollten sich vorstellen, sie planten über viele Jahre eine wundervolle Reise nach Italien. Sie hätten sich mit Reiseprospekten und Bücher eingedeckt und dächten viel an dieses bevorstehende Abenteuer. Sie freuten sich auf das Kolosseum, auf Michelangelos David, eine Gondelfahrt in Venedig und vertieften sich in das Studium der italienischen Sprache. Es sei alles so aufregend. Nach Monaten geduldiger Erwartung und Vorbereitung sei nun endlich der langersehnte Tag gekommen. Die Koffer seien gepackt und es könne losgehen. Einige Stunden später lande das Flugzeug. Die Bodencrew begrüße sie freundlich und heiße sie in Holland willkommen. In Holland? Sie hätten doch eine Reise nach Italien gebucht. Ihr ganzes Leben hätten sie davon geträumt, einmal Italien zu erleben. So ähnlich ist sei es ihr und ihrem Mann auch ergangen. Zu ihrer großen Überraschung sei ihr Lebensflugplan geändert worden. Sie hätten ihren Lebensabend in Deutschland verbringen wollen, seien aber dann plötzlich in den USA gelandet. Anfangs hätten sie gedacht, für zwei, drei Jahre sollte das doch kein Problem sein, denn dann gehe es wieder zurück nach Europa, zurück nach Deutschland. Aber all das habe sich gravierend für sie geändert als ihr Mann in den Rat der Zwölf Apostel berufen worden sei ? auf Lebenszeit!
Nun brauche ich für meine Lebensreise andere Bücher und Reiseprospekte. Ich musste eine neue Sprache erlernen und in eine neue Kultur und Geschichte eintauchen.     

Nach einer gewissen Zeit, als sie sich vom Schrecken erholt gehabt habe, habe sie sich umgeschaut und entdeckt, dass jeder Ort auf dieser Erde seine Schönheiten besitze. Holland habe Windmühlen und Tulpen, Deutschland habe Weihnachtsmärkte und leckere Brotsorten, die USA hätten die Rocky Mountains und die Weite des Horizonts. Dennoch komme die Sehnsucht nach Europa immer wieder mal auf, aber sie habe auch vieles gelernt, was sie ohne diese Erfahrung nie lernen hätte können.
    
Schwester Uchtdorf erklärte, wir alle hätten unterschiedliche, individuelle Erlebnisse und Erfahrungen, die uns forderten und prüften, und von Zeit zu Zeit auf dem Weg nach Italien hörten wir den Ruf "Willkommen in Holland." Wenn man aber sein Leben damit verbringe, verlorenen Träumen nachzutrauern, werde man nie frei und bereit sein, Neues zu erforschen, zu entdecken und zu genießen. Diese Erlebnisse hätten zu vermehrter Demut und einem tieferen Gefühl von Dankbarkeit geführt. Dankbarkeit sei ein wichtiges Prinzip im Evangelium Jesu Christi. Ihre vielfältigen Erfahrungen im Leben hätten sie dankbarer gemacht, vor allem für das wiederhergestellte Evangelium Jesu Christi und für die Liebe Gottes und Fürsorge für seine Kinder. Der Herr habe verheißen, "wer alles mit Dankbarkeit empfängt, der wird herrlich gemacht werden" ( LuB 78:19). Dankbarkeit erbaue und erhebe einen Menschen. Die Anwesenden wüssten wahrscheinlich aus eigener Erfahrung, dass sie glücklicher seien, wenn sie Dankbarkeit im Herzen verspürten. Sie können nicht verbittert, zornig oder gemein sein, wenn sie dankbar seien.

Man könne Gott seine Dankbarkeit zeigen, indem man seine Hand in Allem anerkenne und ihm für alles, was er einem gebe, dankbar sei. Wir könnten Dankbarkeit zeigen, indem wir seine Gebote hielten und anderen dienten. Schwester Uchtdorf forderte ihr Zuhörer auf, ihre Dankbarkeit für den Erretter und dessen Lehren zu zeigen, indem sie ihre Hand ausstreckten, um andere aufzurichten und zu helfen. Sie sollten sich sich Tag und Nacht von Dankbarkeit im Herzen leiten lassen. Auch wenn sie an diesem Tag besonders dankbar und froh sei, hier in Europa zu sein, so sei doch jedes Land, jede Kultur, jede Heimat auf dieser Erde immer nur ein kurzer Zwischenaufenthalt auf unserer Reise zurück in unsere himmlische Heimat.

Das wiederhergestellte Evangelium Jesus Christi eröffne uns einen klareren Blick von einer weitaus höheren Warte. Dieses Erdenleben ?  im Blickwinkel der Ewigkeit betrachtet ? sei nur ein kurzer Augenblick, der uns vorbereite, mit Demut, Dankbarkeit und innerem Frieden Gott zu begegnen.

Abschließend legte Schwester Uchtdorf Zeugnis ab. Sie wisse von ganzem Herzen, dass Gott lebe, dass sein Sohn Jesus Christus unser Erretter sei. Sie wisse auch, dass Thomas S. Monson der Prophet Gottes für unsere Zeit sei. Sie sei dankbar, mit einem Apostel des Herrn Jesus Christus verheiratet zu sein. Sie liebe ihn, er ist ein Mann Gottes.

Präsident Uchtdorf: Liebe und Einigkeit

Als Schlusssprecher trat Präsident Dieter F. Uchtdorf ans Mikrofon, Zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft. Er begann seine Botschaft mit einem persönlichen Dank an seine Ehefrau Harriet. Sie sei wie der Sonnenschein in seinem Leben. Nach einem anstrengenden Konferenzwochenende könne es schon einmal vorkommen, dass er es sich mit seiner Frau im heimischen Wohnzimmer gemütlich mache. Dann hoffe er, dass seine Frau ihn wegen der langen Stunden bedauere und wegen der vielen Botschaften lobe. Bliebe dies aus, so erinnere er sie an die vielen Botschaften, die er habe geben müssen, worauf sie dann erwidere, dass er doch eher sie bedauern solle, sei es doch sie gewesen, die alle Ansprachen habe anhören müssen.

Seine Frau sei wirklich ein Segen für ihn und seine Familie, erklärte Präsident Uchtdorf. Sie sei bereit, dorthin zugehen, wo der Herr sie beide haben wolle. Natürlich hätten sie starke Heimatgefühle für Europa. Sie wüssten, wo wir herkämen, wo ihre Wurzeln seien. Dennoch sei ihnen bewusst, dass dieses Leben nur eine kurze Zeitspanne in unserer ganzen Existenz sein werde. Es helfe, sich gelegentlich daran zu erinnern.

Er glaube auch, dass es helfe, sich von den materiellen Dingen dieser Welt zu lösen oder zumindest, sie nicht wichtiger zu nehmen, als sie sein sollten. Natürlich strebten wir alle nach einer guten wirtschaftlichen Basis, damit wir dem Herrn noch besser dienen könnten. Aber es sei wichtig, das alles in die richtige Relation zu setzen, zu bedenken, dass unser Leben nur eine gewisse Zeit währe und dass wir danach zu unserem Herrn und unserem Gott, unserem Vater im Himmel zurückkehrten und dort Rechenschaft ablegen müssten, wie wir die Zeit genutzt hätten, die er uns geschenkt habe.

Präsident Uchtdorf berichtete, er habe an diesem Morgen das Vorrecht gehabt, kraft des Apostelamtes und im Auftrag von Präsident Monson, die Weihung für Gesamtdeutschland zu vollziehen. Es sei ein neues Kapitel, das auf dem aufbaue, was Präsident Monson der damaligen Dresden-Mission im Weihungsgebet mit auf den Weg gegeben habe und was zu so großen Segnungen in unserem Land geführt habe. Er sei dankbar für Präsident Monson und für dessen prophetischen Segen, den er in diesem Land gegeben habe. Er glaube, dass durch diesen Schritt jeder seiner Zuhörer die Gelegenheit habe, sich erneut dem großen Werk zu weihen, indem er einerseits auf die großartige Vergangenheit zurückblicke, die dieses Land beim Aufbau des Reiches Gottes gehabt habe, und indem er andererseits auf den Schultern derer aufbaue, die vorangegangen seien, und zwar mit einem Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit, wie es in der Schrift heiße. Man könne neu beginnen, indem man den Worten folge, die man so stärkend und so kraftvoll von Präsident Teixeira, Schwester Thompson und Präsident Kopischke gehört habe.

Er forderte die Versammelten auf, diesen Weisungen folgen. Wir alle seien Kinder Gottes und hätten Talente und Möglichkeiten, Zeugnis von der Wahrheit des Evangeliums zu geben. Dazu müssten wir allerdings auch, wie wir in den Ansprachen gehört hätten, auch von Schwester Uchtdorf, in uns selbst hineinschauen und erkennen, was wir in unserem Leben ändern müssten.

Wir dürften nicht, wie es in der Schrift heiße, Anlass gegeneinander suchen, ermahnte Präsident Uchtdorf. Selbst die zwölf Apostel hätten in der Zeit, als Jesus Christus gelebt habe, Anlass gegeneinander gesucht und seien dafür gezüchtigt und bestraft worden. Sie hätten  darunter leiden müssen. Er glaube, dass wir für unseren Erfolg als Kirchennation, als deutschsprachige Mitglieder hier in Europa, darauf achten müssten, dass wir uns auf den Kern der Botschaft konzentrierten. Er bat die Anwesenden, eins zu sein, und wenn diese eins wären, dann seien sie sein--seine Herde. Er sei dann ihr Hirte und sie repräsentierten, in Einheit und in Einigkeit, wer sie wirklich seien.

Präsident Uchtdorf erinnerte daran, dass wir unseren Bruder so achten sollten wie uns selbst. Wir dürften nicht auf andere herabschauen, wo sie auch herkämen, mit welchen Entwicklungen, aus welcher Familie, wie immer sie seien. Wir sollten unsere Mitmenschen als Brüder und Schwestern betrachten und ganz besonders jene, die mit uns im Glauben stünden. Er glaube, dass es wichtig sei, dass wir jedem in unserem Umfeld die Chance gäben, für sich selbst zu entscheiden und für sich selbst einen Weg zu finden in diesem Evangelium, in dieser Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Er ermunterte die Anwesenden, ihren Bruder zu achten wie sich selbst und das Reich Gottes weiter zu festigen.

Die Festigung des Reiches Gottes geschehe zurzeit auch, indem man im Gebiet Europa die Missionen konsolidiere. Das sei ein Zeichen der Stärke. Es sei ein Zeichen der Reife der Kirche. Es sei ein Zeichen des Fortschritts  und ein Zeichen, dass wir als Mitglieder den Stand erreicht hätten, um als Pfähle, Gemeinden und Distrikte auf eigenen Füßen stehen und voranschreiten zu können. Jeder Gemeinde würden zwei Missionare, also eine Mitarbeiterschaft, zugeteilt werden. In einigen Gemeinden hätte man bisher manchmal mehr Missionare als Mitglieder gehabt. Dies werde in der Zukunft nicht mehr so sein. Die Aufgabe der Missionare bestünde darin, zusammen mit den Mitgliedern Menschen zu finden, aber auch hauptsächlich, die Menschen zu belehren. Es sei unsere Aufgabe als Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, unsere Hand auszustrecken, unser Herz zu öffnen und unsere Stimme zu erheben, um andere einzuladen ? sie durch unser Zeugnis, unsere Worte und unsere Taten einzuladen, diese wunderbare Botschaft zu hören.

Seine Zuhörer forderte Präsident Uchtdorf auf, einig zu sein, nicht zu murren, freudig voranzuschreiten und das Positive an den Möglichkeiten zu sehen, die sie heutzutage als Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hätten. Es sei eine große Herausforderung,  aber auch eine wunderbare Gelegenheit. Die Mitglieder sollten mutig darüber sprechen, was die Kirche von anderen Religionen unterscheidet. In der Schrift heiße es: "Ich schäme mich des Evangeliums nicht!" Er glaube, das sei die Botschaft, die man für sich haben müsse, denn das Evangelium sei wirklich eine Kraft. Es sei eine Stärke, die eine Segnung bringt und die einen zum himmlischen Vater zurückführe.

Er rief die Mitglieder auf, zu erläutern, was dieses wiederhergestellte Evangelium wirklich sei und was es bedeute. Sie sollten sich wie Paulus dafür eintreten, wie die Apostel in der alten Zeit. In der Zeit des Neuen Testaments sei Christsein und das Christentum als eine Sekte bezeichnet worden. Das könne man in der Apostelgeschichte und im Römerbrief lesen. Wenn also heute jemand versuche, die Kirche als Sekte zu bezeichnen, dann solle einem das recht sein, man sei in guter Gesellschaft. Man sei in der Gesellschaft des frühen Christentums, so wie Christus es damals etabliert habe, als er über diese Erde gegangen sei. Und dieses wiederhergestellte Evangelium mit all seinen Vollmachten sei wieder auf dieser Erde, wie es vom Apostel Paulus vorhergesagt wurde; zuerst würde ein Abfall kommen und dann, vor dem Zweiten Kommen Christi, die Wiederherstellung. Es gebe nur die eine Alternative oder die andere. Entweder die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sei wahr und wir hätten die zwölf Apostel auf der Erde, wie es zur Zeit Jesu Christi gewesen sei, oder es sei nicht wahr. Es gebe nichts dazwischen. Entweder es sei wahr, oder es sei nicht wahr. Präsident Uchtdorf legte Zeugnis davon ab, dass es wahr sei. Wir hätten heute wieder einen lebenden Propheten auf der Erde, so wie Mose es zu seiner Zeit gewesen sei. So wie Petrus, der die Kirche geleitet habe, nachdem Christus gekreuzigt und gen Himmel aufgefahren worden war. Wir hätten die zwölf Apostel auf der Erde. Alle Schlüssel des Priestertums seien wieder vorhanden. Es könne auf Erden wieder gesiegelt werden, was im Himmel gesiegelt sein solle ? und das täten wir auch. Präsident Uchtdorf bat die Anwesenden, für sich selbst und für deren Familie diese Wahrheit als Zeugnis herauszufinden.

Er erklärte, die Erste Präsidentschaft sorge sich um die Menschen in aller Welt. Sie folge den Geboten Gottes und der Aufforderung Jesu Christi, die Schwachen aufzurichten und den Armen zu helfen. Dank der großen Spendenfreudigkeit der Mitglieder und deren Bereitschaft, vieles von ihren irdischen Mitteln und von ihrer Zeit zu geben, könne man helfen, wo immer Hilfe gebraucht werde, jetzt gerade auch wieder in Haiti. Es sei wirklich wunderbar, wie die Kirche jedem Land auf dieser Erde, wo es möglich sei und wo Hilfe gebraucht werde, auf ihre ganz spezielle Art und Weise Hilfe leiste. Erstens sei man sofort da und zweitens gehe man nicht weg, wenn die Kameras verschwänden. Man bleibe da und helfe diesen Menschen auch dann noch, wenn die Medien längst Interesse an diesen Katastrophen verloren hätten. Dies, weil man dem Auftrag des Erretters Jesus Christus folge, dem Schwachen zu helfen und den Müden aufzurichten. Präsident Uchtdorf bat seine Zuhörer, das gleiche, was die Kirche im Großen tut, im Kleinen nachzuahmen. Diese sollten sich umsehen, was sie tun könnten, um den Müden und den Schwachen aufzurichten. Manchmal bräuchte man gar nicht weit zu schauen. Das Wichtigste, was man jemals im Werk des Herrn tun könne, sei das, was man zuhause täte. Darum solle man die Hilfe, die man gäbe, als erstes in seinem eigenen Heim geben. Er riet dazu, dort auch Friedensstifter sein. Im Neuen Testament stehe geschrieben, dass man einander ertragen solle. Manchmal läge unsere Schwierigkeit darin, in unserer Familie die gleiche christliche Nächstenliebe zu zeigen, und darin, dass wir müde würden, einander zu ertragen. Er glaube, wenn wir uns bemühten und selbst als Erster versuchten, ein guter Ehemann, eine gute Ehefrau, ein guter Nachbar zu sein, anstatt eine gute Ehefrau, oder einen guten Ehemann, einen guten Nachbarn zu erwarten, wenn wir als Erste so seien, dann werde es uns leicht fallen, einander zu ertragen.

Er denke daran, dass der Herr soviel Geduld mit uns habe. Er brauche nur jeden Tag in den Spiegel zu schauen, dann werde ihm klar, wie dankbar er sein müsse für die Geduld, die er mit ihm habe. Wie viel mehr müsse er dann Geduld haben mit denen, die um ihn herum seien. Wahres Christsein sei Liebe in Aktion. Das sei Christsein, dass wir dem Nächsten Liebe zeigten. Präsident Monson habe gesagt: "Ihr könnt Euer Zeugnis auf vielerlei Weise geben: durch das, was Ihr sagt; durch das Beispiel, das Ihr gebt; durch die Art und Weise, wie Ihr Euer Leben führt." Das sei wahres Christsein. Das sei unser Zeugnis. Dadurch könnten wir wirklich Einfluss nehmen auf die Welt um uns herum.

Es gebe keine bessere Möglichkeit, Gott unsere Liebe zu erweisen, als unseren Mitmenschen selbstlose Liebe zu erweisen. Das sei der Geist der Missionsarbeit. Wenn wir dann aufstünden und Zeugnis gäben, sollten wir Stellung beziehen in Bezug auf die Dinge, an die wir glaubten. Einerseits sagten wir in unserem Glaubensartikel, dass wir andere Glaubensrichtungen respektierten, tolerierten und sie förderten und unterstützten, wenn diese in Gefahr seien. Andererseits träten wir aber trotzdem und immer für unsere Grundsätze ein und verkündigten und verträten diese mit Klarheit. Es sei schlimm, wenn wir als Mitglieder der Kirche heute oder irgendwann in der Zukunft versuchen würden, die Unterschiede zwischen unserer Religion, unserer Lehre und der Lehre der anderen Religionen herab zu spielen. Es sei schade, wenn wir versuchen würden zu sagen, wir seien ja fast wir sie, nur etwas besser. Präsident betonte, wir seien anders. Wir hätten zwar viele Gemeinsamkeiten, aber wir seien eine kleine Herde und wir seien anders.

Er forderte die Anwesenden auf, durch die große Liebe, die diese für Ihre Mitmenschen zeigten, ein gutes Fundament zu schaffen. Wenn sie dann mit ihnen über die Wiederherstellung der Urkirche sprächen, und die Menschen an unseren Früchten und Taten und an der Art, wie wir sind und wie wir sie behandeln sehen könnten, wer die wahren Christen sind, dann könnten sie entscheiden, ob sie unsere Religion, unseren Glauben, unsere Lehre annehmen wollten oder nicht.

Es gebe in dieser Kirche keinen Mann und keine Frau, die nicht auf Mission seien. Wir seien alle immer auf Mission. Diese Mission werde andauern, solange wir lebten, und sie bestünde immer darin, dass wir Gutes täten, dass wir Rechtschaffenheit förderten, dass wir die Grundsätze der Wahrheit lehrten und dass wir dasselbe allen anbieten, denen wir begegnen. Präsident Uchtdorf zitierte aus dem Neuen Testament: "Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen." (2 Tim 1:7-8) Das sei es, was wir in unserem täglichen Leben praktizieren müssten. Jeden Tag, wenn wir aufstünden und unsere Gebete sprächen, sollten wir um Gelegenheiten beten, Menschen zu begegnen, die wir durch das Evangelium in ihren Lebensumständen bereichern könnten. Wir sollten darum beten, dass wir keine Angst davor hätten, Menschen anzusprechen, die nicht natürliche Gesprächspartner in unserem direkten Umfeld seien. Er glaube, dass viele Menschen um uns herum auf jemanden warteten, der den Mut habe, über diese Glaubensgrundsätze zu sprechen. Auf solche Weise könnten wir den Geist der Besonnenheit, diese Besonderheit in unserem Glauben, mit anderen teilen.
Wenn wir dies täten, dann dienten wir Gott mit ungeteiltem Herzen und williger Seele. Ein ungeteiltes Herz bedeute, dass wir nicht am Sonntag ein anderes Herz in uns trügen als während der Woche. Wenn wir am Sonntag in der Versammlung unser Zeugnis gäben, am Abendmahl teilnähmen und den Geist spürten, sollten wir diesen in den Montag hinein mitnehmen. Wenn wir dann anderen Menschen begegneten, sei es auf der Straße oder wenn wir gemeinsam mit jemandem in dieser Winterzeit das Eis vom Fußweg weghacken oder mit dem Hund spazieren gehen würden oder in die Schule oder zur Arbeit gingen oder in der U-Bahn oder Straßenbahn führen oder am Arbeitsplatz seien,  dann sollten wir darüber berichten, was wir am Sonntag erlebt hätten. Wenn andere uns erzählen, was sie am Wochenende gemacht hätten, wenn sie über die Olympiade berichten und wer nun mehr Goldmedaillen habe, dann sollten wir über unseren Sonntag erzählen: Bei uns habe am Sonntagvormittag ein Chor gesungen, der habe zwei Goldmedaillen verdient gehabt. Und dann könne man darüber sprechen, was man selbst gemacht habe: dass man als Ordner gedient habe, dass man mit seiner Familie rechtzeitig da gewesen wäre, um einen guten Platz in den Versammlungen zu bekommen, und was man empfunden und gefühlt habe, als man da gewesen sei, was man mit seiner Familie besprochen und was man sich vorgenommen habe.

Er glaube, wir sollten nicht so zurückhaltend sein, sondern wir sollten dem Herrn mit ungeteiltem Herzen und mit williger Seele dienen. Der Herr habe uns versprochen, dass er seine Gesetze in unser Inneres lege und seine Liebe in unser Herz schreibe. Wenn wir dann in dieser Herzensabsicht Fehler in unserem Leben machen würden, werde der Herr uns helfen, über diese Fehler hinwegzukommen. Dann werde er uns helfen, wirklich zu ihm zurückzukommen und Vergebung zu finden. Er sei jederzeit bereit, uns zurückzuholen.

Präsident Uchtdorf bat die Mitglieder in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland, Ausschau nach denen zu halten, die eigentlich bei ihnen sein sollten und die zurzeit nicht aktiv seien, aus welchen Gründen es auch sei. Sie sollten darüber nachdenken und darüber beten. Der Geist werde ihnen eingeben, wer eigentlich hier bei uns sein solle. Sie sollten auch an die denken, die das Melchisedekische Priestertum erhalten hätten, und denen ihre helfende Hand reichen, die diesen Eid und Bund eingegangen seien. Auch sollten sie sich an diejenigen erinnern, die im Tempel gewesen seinen, aber zurzeit nicht die Kirche besuchten. Und an die Frauen, an die Witwen, an die Alleinstehenden, an die Geschiedenen, an die Kinder. Er forderte alle auf, auf eine Rettungsaktion zu gehen, um diese Menschen zurückzuholen, damit diese spüren, dass es unsere Liebe ist, die uns bewege, ihnen die Hand auszustrecken. Dies sei nicht ein Programm, es  geschiehe nicht, weil ihr Bischof oder ihr Pfahlpräsident ihnen gesagt habe, man müsse jetzt wieder mal alle aktivieren. Sondern man solle dies aus der Herzensabsicht tun, unsere Mitmenschen zurückzuholen.

Er glaube, dass die Weihung dieses Landes sich nicht nur darin zeigen werde, dass wir Menschen finden würden, die bisher noch nicht wussten, wo diese zu Wahrheit finden sei und somit erst jetzt diesen Weg beginnen könnten, sondern auch darin, die zurückzubringen, die bereits Bündnisse gemacht hätten, aber aus irgendwelchen Gründen wegblieben. Er bat darum,
die Gründe für das Wegbleiben nicht zu hinterfragen oder zu beurteilen; das sei nicht unsere Aufgabe. Die Mitglieder sollten vielmehr die Hand ausstrecken, voller Liebe den Einzelnen zurückholen und dem Einzelnen helfen, in seinem Leben wieder herauszufinden, wer er wirklich sei.

Die Pfahlkonferenz sei ein Ort, um zusammenzukommen und in Einigkeit seinen Glauben zu nutzen, um sich gegenseitig zu stärken und dann, gestärkt, aufgebaut und vereint in gemeinsamen Glauben, hinauszugehen, um mit seinem Leben besser fertigzuwerden.

Präsident Uchtdorf rief die Mitglieder auf, den Jugendlichen zu helfen. Den Priestertumsführern habe man am Vortag gesagt, dass man für die Jugendlichen viele gemeinsame Aktivitäten bräuchte, dass man dazu zwischen Gemeinden und Pfählen auch Grenzen überschreiten müsse, aber dass man Jugendlichen auch ermuntern müsse, zum Seminar und zum Institut zu gehen, damit diese die Lehre verstünden.

Diese Kirche sei eine Kirche, die Fragen nicht nur zulasse, sondern dazu einlade. Es gebe weder Anlass, Zweifel an der Botschaft des Evangeliums noch Angst zu haben, Fragen zu stellen. Durch Fragen sei diese Kirche zustande gekommen; durch die Fragen, die Joseph Smith hatte, welche Kirche wahr ist. Durch Fragen seien viele Offenbarungen zustande gekommen, die wir in Lehre und Bündnisse fänden. Man solle jungen Leuten helfen, Fragen zu beantworten und diese ermutigen, für sich selbst herauszufinden, dass dieses Werk wirklich das Werk Gottes sei.

Präsident Uchtdorf lud seine Zuhörer ein, herauszufinden, was wirklich der Zweck dieses Lebens sei. Er habe vor einiger Zeit die Gelegenheit gehabt, mit jungen Leuten zu sprechen. Diese hätten sich gefragt, ob sie der Kirche und dem Evangelium treu bleiben könnten. Manche gäben Versuchungen nach, die sie vom sicheren, geraden und schmalen Pfad eines Jüngers Jesu Christi weglockten. Unsere Fragen sollten uns nicht dazu bringen, uns in Gefahr zu begeben. Er habe bei den Jugendlichen ein Beispiel erzählt, wie er als Pilot oftmals zwischen Europa und Afrika geflogen sei. Die Langstreckenflüge nach Afrika seien meistens während der Nacht. In der Nähe des Äquators gebe es ein Wetterphänomen, die intertropische Konvergenz, eine ganz breite Gewitterfront, die sich von Norden und Süden um den Äquator herum bewege und sehr hohe Gewitterwolken enthalte. Diese Wolken seien höher als die meisten Flugzeuge fliegen könnten; sie sei riesig. Es gebe riesige Gewitter. Während der Nacht sähen diese Gewitter wunderschön aus. Jedes Mal, wenn eine elektrische Entladung komme, also ein Blitz, der diese riesigen Wolken beleuchte, sei das ein wunderschön anzusehendes Schauspiel. Und doch wisse man als Pilot, dass man da nicht hineinfliegen, auch nicht mal die Nase hineinstecken solle, um zu sehen, wie sich das da drin anfühle. In diesen Gewitterwolken gebe es Hagelkörner, die so groß seien wie Fußbälle, weil die Wassertropfen in der Wolke aufstiegen, nach oben gezogen würden und durch die Kälte und mehr Wasser immer größer würden. Sie könnten ein ganzes Flugzeug und seine Systeme zerstören. Deshalb stehe eines fest: Dass man sich niemals dieser Gefahr auch nur annähernd aussetzen solle. Man bleibe davon weg. Ein Prinzip werde ihm dadurch klar: Versuchung wäre keine Versuchung, wenn sie nicht anziehend und faszinierend erscheinen würde und Vergnügen verspräche. Daher solle man von Versuchungen jeder Art fern bleiben, unabhängig vom eigenen Alter, besonders vom schlimmen Übel der Pornografie. Darin schließe er sich den zahlreichen Warnungen vor diesem schlimmen Übel an.

Wir hätten in unserer Zeit wunderbare elektronische Möglichkeiten, um vom Evangelium Jesu Christi zu lernen. Wir hätten in dieser Zeit die Möglichkeit, sehr viel über die Kirche durch das Internet zu lernen. Er empfehle jedem, lds.org oder mormon.org und die deutschen Websites der Kirche zu benutzen. Er benutze die Websites dauernd in vielen Sprachen und sei begeistert davon. Aber wiederum gelte das gleiche Prinzip: das Internet habe auch große Gefahren. Von diesen furchtbaren Gefahren solle man sich fernhalten. Pornografie und ähnliche Dinge könnten das Leben Einzelner und ganzer Familien und ewige Bündnisse zerstören und meistens täten sie es auch.

Wiederholung sei ein Prinzip im Evangelium. Die Schriften würden uns immer wieder zum täglichen Studium angeboten. Präsident Uchtdorf forderte die Anwesenden auf, täglich in den Schriften zu lesen und täglich mit dem himmlischen Vater zu sprechen. Dies sei eine Wiederholung, die nicht zur Routine werden dürfe. Wenn wir die Schriften dazu nutzten, Antworten auf unsere Fragen im Evangelium zu finden, auf die Fragen und Herausforderungen in unserem Leben, dann würden diese Schriften eine Frische und Stärke behalten, die wir in unserem ganzen Leben nicht missen wollten. So wie wir Luft einatmen, Wasser trinken oder täglich essen würden, so könnten die Schriften Nahrung für unseren Geist und unsere Seele werden, die uns stärke, erfrische und uns Mut und Hoffnung für die Zukunft gäbe.

Das gleiche gelte für das Beten. Das Gebet dürfe nie zur Routine werden. Er riet dazu, mit dem himmlischen Vater sprechen, so wie wir mit einer Person, mit einem Vater, von Angesicht zu Angesicht sprechen. Dann würden wir feststellen, dass unser himmlischer Vater, direkt bei uns sei.

Präsident Uchtdorf erinnerte an das Jahr 2008. Am 28. Februar seine eine Pfahlkonferenz abgehalten worden, die über Satellit nach Deutschland übertragen worden sei. Damals habe er den Auftrag gehabt, zu den Mitgliedern im deutschsprachigen Europa zu sprechen. Nun sei er wieder da. Die Konferenz in 2008 habe nur wenige Tage nach seiner Berufung in die Erste Präsidentschaft stattgefunden. Nun bringe er wieder die Grüße von Präsident Monson. Damals, im Februar 2008, habe er einige Aufforderungen ausgesprochen. Diese wolle wiederholen. Eine sei gewesen, täglich das Wort Gottes zu studieren. Dies sei eine Wiederholung dessen, was er gerade gesagt habe. Die zweite sei gewesen, jeden Tag zu beten, allein und als Familie, mit demütigem Herzen zu unserem Vater im Himmel. Diese Vertrautheit mit unserem himmlischen Vater gelte es zu pflegen, mit seinem Wort, mit seinen Botschaften, die wir durch die erhielten, die als Propheten, Seher und Offenbarer gesandt worden seien, um zu uns zu sprechen. Diese Vertrautheit sei ein Segen für unser persönliches Leben, für unsere Familie und ließe sich für die fördern und nutzen, für die wir als Freunde, als Nachbarn Verantwortung tragen. Man solle diese Worte nicht nur eindringlich studieren sondern in seinem Herzen auch so geschrieben sehen und durch das, was man tue, immer wieder beleben.

Die dritte Aufforderung im Jahr 2008 sei gewesen, stets einen gültigen Tempelschein zu haben. Auch das wolle er erneuern. Falls jemand nicht im Besitz eines Tempelscheins sei, betrachte dieser sein Leben genau und stelle fest, was er ändern müsse. Wenn man zu seinem Bischof und Pfahlpräsidenten zum Interview ginge, um einen neuen Tempelschein zu erhalten, denke man darüber nach, was man in seinem persönlichen Leben ändern und verbessern müsse, um für einen solchen gültigen Tempelschein noch würdiger zu werden. Und dann solle man mit diesem gültigen Tempelschein zum Haus des Herrn gehen.

Präsident Uchtdorf betonte, er wiederhole diese Aufforderungen zwei Jahre später und verbinde sie mit der Weihung Deutschlands, und bitte um den Glauben aller, die in Deutschland lebten, aber auch unserer Freunde in Österreich und in der Schweiz. Er forderte alle dazu auf, sich im Glauben zu vereinen und diesen Glauben und diese Stärke zu nutzen, um die eigene Bereitschaft, dem Herrn zu dienen, zu vergrößern und dadurch das Werk des Herrn voranzubringen.

Er legte Zeugnis davon ab, dass der Herr lebt. Er brauche jeden Einzelnen von uns, um dieses Werk voranzubringen. Wir seien seine Hände und seine Füße. Wir seien sein Wort in der Verkündigung dessen, was er uns gegeben habe, und er gäbe uns die Kraft des Priestertums. Er gäbe uns die Führung des Heiligen Geistes. Er gäbe uns sein geschriebenes und sein gesprochenes Wort sowie die Kraft aus der Höhe, die wir bräuchten, um die besten Menschen zu sein, die wir in unserem persönlichen Umfeld sein könnten.

Abschließend brachte Präsident Uchtdorf seine Überzeugung zum Ausdruck, dass Gott lebt, dass Jesus Christus der Messias ist, der Erretter, der Erlöser. Er sei für einen jeden von uns, und für uns alle, gestorben und auferstanden. Er stehe an der Spitze dieser Kirche. Er sei überzeugt, dass Präsident Monson tatsächlich der Prophet Gottes für unsere Zeit sei. Er bezeuge seinen Zuhörern, dass Gott sie kenne und liebe und dass er bei ihnen sei. Dass er seine Engel schicke, um sie zu tragen, zu führen und ihnen in der Stunde der Not und der Stunde der Schwäche zu helfen. Er dankte den Anwesenden für ihr Zeugnis, ihre Stärke, ihre Liebe zum Evangelium und ihre Treue zu den Geboten Gottes und ließ seinen Segen als ein Apostel des Herrn mit ihnen, dass im Dienst am Nächsten und im Ausbreiten dieses großartigen Werkes des wiederhergestellten Evangeliums der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Freude fänden.